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228 Tage – oder wieso ich beschlossen habe nach dem Abitur 2 Jahre Pause einzulegen

228 Tage – oder wieso ich beschlossen habe nach dem Abitur 2 Jahre Pause einzulegen

Schon seit ich ca. 12 Jahre alt war, war es mein Traum, als AuPair nach Kanada zu gehen.

Nach dem Abitur im Juli 2019 war ich diesem Traum dann schon ein Stückchen näher. Allerdings musste ich dann noch bis August warten, da man das Working Holiday Visum, das man für ein AuPair in Kanada braucht, erst mit 18 beantragen kann. Kurz vor meinem Geburtstag habe ich mich dann noch ein wenig schlau gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Wahrscheinlichkeit, als Französin ein Working Holiday Visum zu ergattern, sehr gering ist (das liegt daran, dass sehr viele Franzosen nach Kanada wollen, da dort die zweite offizielle Sprache Französisch ist). Also habe ich mich entschieden, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen und mein Glück im deutschen Pool zu versuchen.
Die doppelte Staatsbürgerschaft habe ich dann im Oktober erhalten. Allerdings waren die Visa-Pools zu dem Zeitpunkt schon relativ leer. (Kleiner Exkurs:
Kanadische Visa – oder zumindest in meinem Fall das Working Holiday Visa – werden verlost. Das heißt, dass man quasi eine Bewerbung ausfüllt und in einem Lostopf mit allen anderen Bewerbern landet. Die Pools werden meist im Dez/Jan eröffnet und sind dann so lange offen, bis es entweder keine Plätze mehr gibt oder eine neue Runde anfängt. Dadurch, dass ich meine Bewerbung im Oktober (online) abgegeben habe, war die Wahrscheinlichkeit nicht mehr sehr hoch, gezogen zu werden.)

So kam es, dass die Pools geschlossen wurden und ich auf eine neue Runde warten durfte. Der neue Pool wurde im Dezember eröffnet und am 6. Januar gab es erste Ziehungen. Ich und eine Freundin hatten das Glück, beide bei der ersten Ziehung gezogen zu werden. Nach der sogenannten „Invitation to
Apply“, die man bekommt, wenn man aus dem Lostopf gezogen wird, muss man sich „richtig“ um ein Visum bewerben. Also unterschiedliche Dokumente einreichen, dazu gehören unter anderem ein übersetztes, beglaubigtes erweitertes Führungszeugnis, Passbilder, ein Lebenslauf auf Englisch oder Informationen zu der Familie. Auch muss man, wenn man als AuPair arbeiten möchte, seine Biometrics (Bild und Fingerabdrücke) abgeben und sich einer ärztlichen Untersuchung (Medical Exam) unterziehen.

Da man die Biometrics und den Medical Exam nur in bestimmten Städten abgeben/machen lassen kann, musste ich für meine Biometrics nach
Düsseldorf und für den Medical Exam nach Frankfurt. Die Termine dafür standen Anfang und Ende Februar an.

Am 24. Februar 2020 hatte ich meinen Medical Exam in Frankfurt, am 28. Februar habe ich meinen „Correspondence Letter“ bekommen, also quasi die Zusage, dass ich an der kanadischen Grenze ein Arbeitsvisum ausgestellt bekomme.

Von meinem Abitur bis zu dem Zeitpunkt als feststand, dass ich nun wirklich nach Kanada kann, sind also 228 Tage, oder besser gesagt 7,5 Monate vergangen.

 

Charlotte

 

Für all die, die sich vlt selbst für ein Working Holiday Visum bewerben oder die das Thema interessiert, hier noch einige Websites die
mir bei der Beantragung sehr geholfen haben:

Falls ihr bezüglich eurer eigenen Bewerbung Fragen habt,
kann euch der Twitter Account

vermutlich weiterhelfen.

2 Kommentare

Hi Charlotte, vielen Dank für die Erwähnung meiner Webseite 🙂 Freut mich, dass es bei dir mit der deutschen Staatsbürgerschaft geklappt hat ein Visum zu bekommen. Wenn du beide Staatsbürgerschaften hast, bist du in der Einzigartigen Gelegenheit das Working Holiday Visa noch ein zweites Mal mit der französische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Die Chancen sind da zwar geringer als in Deutschland. Aber hey es ist ein Pool-Verfahren. Vielleicht wirst du da ja nochmal gezogen. Ganz liebe grüße aus Schweden, Daniel.

Hallo Daniel,
Vielen Dank für diese Information und nochmal vielen Dank für deine tolle Website, die mir wirklich sehr geholfen hat!

Liebe Grüße
Charlotte

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