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Anfangsschwierigkeiten

Anfangsschwierigkeiten

Meine Anfangsschwierigkeiten als Au-Pair

– Aufgrund der Tatsache, dass mein Laptop kaputt ist, gab es hier auf dem Blog eine kurze Zwangspause –

Mittlerweile bin ich schon fast vier Monate hier in Kanada und habe mich gut eingelebt (mehr dazu folgt bald in einem Monats-Update). Allerdings hatte ich am Anfang auch einige Probleme – mit den Kids, den Eltern, Freunden (oder eher mit dem Mangel daran) oder allgemein damit, mich hier einzuleben und an all die neuen Sachen zu gewöhnen.

Denn egal was viele über ein Au-Pair denken („Da spielt man ja nur den ganzen Tag“), es ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen.

Die ersten Wochen

Als ich im September zur Familie gekommen bin, hatten die zwei älteren Kids noch keine Schule, der älteste hatte in der Woche Geburtstag und die ganze Situation war mit Corona, neuem Au-Pair und bald Ferienende für die Kinder bestimmt schwer. Auch für die Eltern gab es in der Zeit viel zu tun. Dementsprechend gab es in der ersten Zeit viel Fernsehen, Süßigkeiten und Take-out. Da ich keine Ahnung hatte, wie der normale Alltag der Familie aussieht, hatte ich ehrlich gesagt kurz Schiss, dass das immer so sein würde. Das hat sich aber ehrlich gesagt sehr verändert nachdem die Schule angefangen hat.

Essen

Wenn wir schon bei Take-out sind: das Essen in Kanada ist ganz anders als in Deutschland. Das Essen hier ist sehr von der amerikanischen und mexikanischen Kultur geprägt (so ist zumindest mein Eindruck). Viel mehr Burger, Hotdogs, Nachos, Tacos und allgemein Fast-Food. Das liegt bestimmt auch daran, dass ich in einer Großstadt lebe und es hier Fast-Food-Restaurants gibt wie Sand am Meer. Zudem ist es hier viel billiger als in Deutschland und Gemüse viel teurer.

Es ist einfach eine andere Essenskultur und für eine begrenzte Zeit ist ein Leben mit mehr Fast-Food und Restaurant-Essen für mich auch kein Problem. 

An alle Au-Pairs: wie sieht die Essenslage bei euch aus?

Regeln

Anfangs ist es schwer einzuschätzen, was die Regeln für die Kids sind und wie streng/strikt diese durchgesetzt werden. Dadurch habe ich am Anfang oft nicht gewusst, wie/was für Regeln/Konsequenzen ich durchsetzen darf/soll. Ich wusste nicht, wie streng ich mit den Kids sein darf, wenn sie Blödsinn machen oder sich schlecht benehmen. Außerdem hatten die Kids ja noch nie Konsequenzen von mir erlebt und haben mich anfangs echt ausgetestet. Ich habe aber mit den Eltern besprochen was für ein Verhalten/Reaktion angemessen ist (ist ja von Familie zu Familie verschieden) und bin konsequent geblieben (nicht manchmal nein, manchmal ja) was Regeln etc. angeht und mittlerweile wissen die Kids, dass sie mich auch ernst nehmen sollten 😀

Routine

Mit vier Kindern ist es schwer, eine klare und gute Routine reinzubekommen. Vor allem wenn man im Wechsel Vormittag/Nachmittag arbeitet. Mit der Zeit haben wir dann kleine Routineabläufe eingeführt und verankert, wie zum Beispiel den Ablauf wenn wir von der Schule heim kommen oder ähnlich aus sind Abläufe vor dem Mittagsschlaf der Kleinen. Das hilft den Kids einfach um zu wissen, was als Nächstes passiert und um Anhaltspunkte für den Tag zu haben. 

Oft backe ich zum Beispiel mit meinem Kleinen Kekse oder Muffins, während die Kleine ihren Mittagsschlaf macht. 

Freunde

Entgegen der Annahme, dass es in Edmonton bestimmt viele Au-Pairs gibt, gibt es hier kaum Au-Pairs. Das liegt vermutlich an Corona, aber die nächste Kleinstadt schafft es auch trotz Corona eine große Au-Pair Gruppe zu haben. Hier in Edmonton findet man kaum welche, weder in Facebook Gruppen noch auf Instagram. Dazu kommt, dass die wenigen die hier leben, am anderen Ende der Stadt sind und man dafür zu Fuß 4 Stunden bräuchte. Ein Auto habe ich nicht und Fahrradfahren bei all dem Schnee und Eis auf den Straßen empfehle ich keinem. Zum Glück besuchen mich manchmal ein paar Freunde aus Red Deer und sonst telefoniere/skype ich viel mit meinen Freunden in Deutschland. Alles in allem also kein Problem. Und mit Corona sind die Möglichkeiten hier sowieso begrenzt.

Das also waren meine hauptsächlichen Anfangsschwierigkeiten. Trotz dieser Schwierigkeiten gefällt es mir hier wirklich super. Meine Familie ist super super lieb zu mir und achtet echt auf mich. Ich verstehe mich so gut mit den Eltern und auch mit den Kids läuft es richtig gut. Natürlich gibt es Tage, an denen es weniger gut läuft und man vielleicht (oder ganz sicher) genervt ist. Aber das gehört dazu und es sind nun mal auch Kinder. Was waren denn bisher eure Schwierigkeiten als Au-Pair? Läuft alles super oder ist es vielleicht sogar so schlimm,  dass ihr die Familie wechseln musstet? 

Ich werde versuchen die nächsten Wochen mehr Artikel hochzuladen und euch auch ein paar Monats-Updates und Bilder zu geben.

Bis dahin hoffe ich, dass ihr alle gesund bleibt!

Charlotte 

Wie sieht bei euch das Leben als Au-Pair aus? Was waren eure Anfangsschwierigkeiten? Schreibt es gerne in die Kommentare oder schreibt mir eine Mail oder auf Instagram eine Nachricht. Ihr könnt auch super gerne mal einen Gastartikel schreiben um über eure Erfahrungen zu berichten 🙂 

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