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Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Meine Gastmama hatte mir im Januar von der Eiswand erzählt, nur hatte ich zu dem Zeitpunkt niemanden, mit dem ich eisklettern hätte gehen können. 

Nachdem aber Kim nach Sherwood Park gezogen war und feststand, dass wir uns super gut verstehen war klar: Wir machen das! Also, leichter gesagt als getan, es gab nämlich keine Termine mehr… Nachdem wir uns dann auf der Website weiter informiert hatten, gab es eine super Lösung. Anstatt eine Anfängerstunde in einer 10er-Gruppe zu buchen (die ja sowieso ausgebucht waren), konnten wir zu einem kleinen Aufpreis eine private Stunde für uns zwei buchen. 

Der Termin war also gebucht, mussten nur noch Formulare über Formulare ausgefüllt werden, da das mit Corona momentan ja alles etwas komisch ist. 

Los Geht’s!!

Auch Mitte Februar war die Temperatur noch nicht so weit gestiegen, dass man an Plusgrade hätte denken können. Dementsprechend hatte es an dem Tag ganze -22*C. Wenigstens stimmte das Feeling, denn nicht nur die Wand war aus Eis, auch unsere Finger, Zehen und nach einer Weile der ganze Körper war bei dieser Temperatur gefroren. 

Wir stiefelten also 30 Minuten vor Beginn in Richtung Ausleihe um unsere Stiefel, Klettergurte, Helme etc. abzuholen. Eigentlich dachten wir, dass 30 Minuten viel zu viel seien und wir viel schneller sein würden. Allerdings war es eine echte Herausforderung die Sachen anzuziehen, da man sich dank gefühlten 30 Klamottenschichten kaum bewegen geschweige denn seine Füße berühren konnte. Dazu kam, dass eine gewisse Person (:P) ihre Stiefel 3 Mal umgetauscht hat, weil sie sich nicht sicher war, ob es wirklich passt oder nicht doch zu groß sei.

Kim - Stirbst du auch gerade??

Als wir dann endlich startklar waren, erklärte uns jemand, wie man die crampons (Steigeisen) an die Skistiefel anbringt. Dann ging es Richtung Kletterwand. Dort wurde uns das belaying (Sichern) noch einmal erklärt, da bei uns beiden das letzte Mal klettern schon eine Weile her war. Dazu wurden uns die ganzen Sätze erklärt, die man sagen muss, wenn man anfängt auf die Wand zuzulaufen (“on belay?” -> “belay on!”), zu klettern (“climbing!” -> “climb on!”) oder wenn man abgeseilt werden möchte (“retake!” -> “Gotcha!”). Da Kim von den Augen des Kletterlehrers abgelenkt wurde (:P), mussten diese Sätze noch öfters wiederholt werden 😀 

In den 90 Minuten, die uns zur Verfügung standen, hatten wir genug Zeit um jeweils zwei Mal zu klettern. Was leichter aussieht als es ist, braucht tatsächlich viel Kraft und Energie. Aufgrund der Tatsache, dass man den Eishaken (ice hook) teilweise 10 Mal in das Eis schlagen muss, bis er wirklich richtig verankert ist und auch die Steigeisen meistens mehr als 1 Mal in die Wand gekickt werden müssen, braucht es in der Zeit viel Energie um nicht herunterzufallen. Mit mehr Training und Erfahrung wird das aber bestimmt schnell besser, da man einfacher erkennt, an welchen Stellen das Eis dick genug ist und auch die Klettertechnik besser wird.

Am Ende der Stunde waren sowohl Kim als auch ich einfach erschöpft und sind direkt nach Hause. Uns war klar, dass wir am nächsten Tag mit einem furchtbaren Muskelkater aufwachen würden.

 

Es war auf jeden Fall eine super schöne Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Hattet ihr schon das Glück, eisklettern zu gehen? Was war euer Highlight diesen Winter? Schreibt es auf jeden Fall gerne in die Kommentare 🙂

 

See you soon,

Charlotte 🙂 

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