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Nach 90 Minuten k. o.: Trotz Homeoffice aufmerksam in der Vorlesung bleiben

Nach 90 Minuten k. o.: Trotz Homeoffice aufmerksam in der Vorlesung bleiben

Geben wir es zu, für einen Studenten war es schon vor Corona nicht immer einfach, durchgängig in der Vorlesung aufmerksam zu bleiben. Aber wirklich, wenn man dann noch ganz allein vor seinem Laptop sitzt, wird es umso anstrengender die Aufmerksamkeit beizubehalten. Ich bin überhaupt kein auditiver Lerntyp. Jemandem 90 Minuten ohne Pause zuzuhören ist für mich der absolute Horror. Ab dem zweiten solchen 90 Minuten Block bin ich dann endgültig k.o..

Und wenn das ganzen Tag so geht … Halleluja … Das ist nicht nur ermüdend, sondern auch unpraktisch. Ich kriege nichts mehr von meinen Vorlesungen mit und starre sehnsüchtig auf die Uhr.

So in etwa verliefen meine ersten zwei Wochen im Homeoffice. Seitdem hat sich die Situation drastisch gebessert. Sonst würde ich diesen Blogartikel nicht schreiben. Zwar schweife ich nach wie vor hin und wieder mit meinen Gedanken ab – das ist wohl unvermeidlich – aber ich bin wesentlich präsenter, verstehe genug, um Zwischenfragen stellen zu können und das Wichtigste: Ich kriege alle notwendigen Informationen mit und meine Nacharbeit kostet mich weniger als die Hälfte der Zeit.

Feinde beseitigen und Freunde finden

Mein Feind Nummer 1: Das Handy

Das erste, was ich blockiert habe, war mein Handy. Dafür benutze ich die App Forest. Forest eignet sich für jeden, der langfristig fokussiert an einer Aufgabe arbeiten möchte. Innerhalb der App legt man die Zeit fest, in der man sich konzentrieren möchte. In dieser Zeit pflanzt Forest einen Baum. Wenn man währenddessen versucht etwas am Handy zu machen, wird man automatisch zu Forest zurückgeführt. Anwendungen wie Instagram, WhatsApp, etc. sind damit also blockiert. Die einzige Möglichkeit, das zu stoppen, besteht darin „aufzugeben“, dann stirbt der Baum aber.

Die App bietet auch eine Premiumversion, die Euren Lernfortschritt noch genauer dokumentiert.

 

Ihr könnt Euch Forest hier herunterladen: https://play.google.com/store/apps/details?id=cc.forestapp&hl=de

Screenshot von der App Forest

Mein Feind Nummer 2: Hibbeligkeit

Ich treibe sehr gern Sport, trinke einiges an Kaffee und habe viele Gedanken. Ich bin niemand, der lange stillsitzen und zuhören kann. Dafür sprudele ich einfach zu sehr vor Energie. Falls es Euch auch so geht, dann braucht ihr eine Art Katalysator, der Euch hilft mit Eurer Energie zurecht zu kommen, ohne dass von der Vorlesung abgelenkt werdet. (Tipp: Work-Outs sind eine ganz schlechte Idee)

Seit einiger Zeit besitze ich einen kleinen Notizblock, in denen ich alle meine Gedanken notiere, die nichts mit der Vorlesung zu tun haben („Ich muss noch die Wäsche machen“, „Ich brauche noch ein Geschenk für meinen Bruder“). Das erleichtert die Sache schon mal unglaublich und ich bleibe mit meiner Aufmerksamkeit bei der Vorlesung. Wenn ich merke, dass sich der Dozent wiederholt oder abschweift, räume ich auf. Das führt dazu, dass ich ein sauberes Zimmer habe und nicht mehr so hibbelig bin. Win-Win Situation.

Und mein absoluter Liebling: Kästchen ausmalen. Das mache ich tatsächlich inzwischen durchgängig während einer Vorlesung, in der ich kaum mitschreiben muss. Damit bleiben meine Hände beschäftigt, aber im Kopf bin ich nach wie vor dabei und sogar präsenter als davor.

 

 

Meine Freunde: Coole Getränke

·        Wasser mit Zitronensaft (erfrischt und bringt Energie)

·        Smoothies

·        Kaffee

·        Tee (schwarzer Tee)

·        Selbstgemachter zuckerfreier Eistee

·        Vegane Milchalternativen: Soja- und Hafermilch

 

Wenn ich mir vor der Vorlesung einen leckeren Tee oder tollen Smoothie vorbereite, habe ich gleich viel mehr Lust auf die Vorlesung und hab währenddessen immer etwas, worauf ich meine Aufmerksam lenken kann.

Beispiel für nützliche Tools

Ich setzte diese Ansätze seit einigen Monaten um und fühle mich bis jetzt wie verwandelt. Es ist unglaublich wie sehr allein das Ausmalen von Kästchen dabei helfen kann, während in der Vorlesung aufmerksam zu bleiben. Außerdem lenkt es nicht im Geringsten ab, da es das Gehirn kaum fordert 😊

Wie steht Ihr zu solchen Methoden, um die Konzentration in der Vorlesung beizubehalten? Habt Ihr vielleicht auch Tipps und Ideen, die hyperaktiven und hibbeligen Menschen wie mir helfen können? Schreibt gern in die Kommentare, damit wir uns austauschen können.

 

Natürlich sind absolute Basics wie ausreichend Schlaf auf keinen Fall zu vergessen. Wenn Ihr euch dafür interessiert, wie Ihr schon früh morgen produktiv und energiegeladen in den Tag starten könnt, dann schaut gerne auf meinem letzten Blogartikel vorbei: Von Eulen und Lerchen – Oder warum ich jeden Tag um sechs Uhr aufstehe

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