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Au-Pair – Mit Agentur oder ohne?

Au-Pair – Mit Agentur oder ohne?

Au-Pair: Mit Agentur oder ohne? Da für ein Au-Pair Aufenthalt in Kanada eine Agentur  (im Gegensatz zu den USA) keine Pflicht ist, ist das ist eine Frage, die sich alle angehenden Au-Pairs am Anfang stellen. Es gibt sowohl für Agenturen als auch für die zweite Option viele Pro und Kontra Argumente. Im Folgenden werde ich euch die Argumente nennen, die für meine Entscheidung, ohne Agentur zu gehen, ausschlaggebend waren.

Gastfamilie

Agentur
  • Eine Agentur vermittelt zwischen Au-Pairs und Gastfamilien. Für Au-Pairs in Kanada ist es meistens so, dass die Agentur das Au-Pair Profil erst „sichtbar“ macht, wenn das Au-Pair eine Zusage für ein Working Holiday Visum hat. Davor hat man gar keinen Kontakt zu Gastfamilien. Auch kann man die Gastfamilien meines Wissens nach nicht selbst kontaktieren. Man muss warten, bis die Gastfamilien der Agentur mitteilen, dass sie Interesse am Profil des Au-Pairs haben. Dadurch kann die Gastfamilien-Findung einige Monate in Anspruch nehmen.
Selbst-Organisation

Meine Gastfamilie habe ich auf aupairworld.com gefunden. Sobald man ein Profil erstellt hat, kann man Gastfamilien von sich aus kontaktieren und muss nicht warten, bis die Gastfamilien sich melden. Meine Gastfamilie habe ich selbst angeschrieben. Dies war auch gut so, da Gastfamilien viel mehr Auswahl an Au-Pairs haben als Au-Pairs an Gastfamilien, und somit das eigene Profil oftmals zwischen allen anderen untergeht. Also traut euch und schreibt Familien an, wenn sie euch gefallen! Auch könnt ihr mehrere Familien gleichzeitig anschreiben, so dauert der gesamte Prozess weniger lang. Meine Gastfamilie habe ich innerhalb von 2 Monaten gefunden.   

Kostenpunkt

Agentur
  • Eine Agentur verlangt für die Teilnahme an einem Au-Pair Programm in Kanada meist zwischen 2000€ und 2500€. In diesem Preis enthalten sind meist die Flüge (Hin und Zurück), Hilfe für die Beantragung des Working-Holiday-Visums, eine Vermittlung mit den Gastfamilien, Orientation-Days, 24h Notfall-Hotline und vieles mehr. Die Zusatzkosten für Visum, benötigte Dokumente, Anreise zu sowie Kosten für Medical Exam/Biometrics, Versicherung etc. zahlt ihr, da sie in der Regel nicht im Programm-Preis enthalten sind.
Selbst-Organisation
  • Insgesamt habe ich definitiv weniger Geld ausgegeben, eine Ausgabenübersicht erstelle ich noch. 

Kontakt zu anderen Au-Pairs

Agentur
  • Agenturen bieten meist Orientation-Days an. Das sind meist 2 oder 3 Tage am Anfang der Au-Pair Zeit, an denen man zusammen mit anderen Au-Pairs in einem Hostel untergebracht ist und sich auf die Zeit in der Gastfamilie vorbereitet. Auch kann man über Agenturen andere Au-Pairs kennenlernen, die in derselben Provinz/Region arbeiten werden. 
Selbst-Organisation
  • Auch wenn man vielleicht keine Orientation-Days hat, gibt es viele Möglichkeiten andere Au-Pairs kennenzulernen. Es gibt meist Facebook Gruppen von Au-Pairs im Umkreis bzw. in der nächsten Stadt. Auch kennt (falls eure Familie schon einmal ein Au-Pair hatte) das alte Au-Pair meist andere Au-Pairs und kann euch Informationen und Nummern geben. Oftmals gibt es sogar Whatsapp Gruppen.      Geht doch auch einfach mit den Kindern raus in den Park oder auf Spielplätze, das ist meist ein beliebter Treffpunkt für Au-Pairs.

Organisation

Agentur
  • Wenn man mit einer Agentur geht, werden Großteile der „Arbeit“ abgenommen.
    • Visum: Man muss sich nicht stundenlang informieren, wie man das Visum genau beantragt. Trotzdem muss man das Visum letzten Endes selbst beantragen
    • Gastfamilie: Die Organisation prüft, ob die Gastfamilien auch seriös sind
    • Flüge: Flüge werden durch die Organisation gebucht
    • Versicherung: Meist wird auch direkt eine passende Versicherung angeboten (muss gewisse Anforderungen erfüllen)
 
 
 
 
Selbst-Organisation
  • Man hat zwar selbst ein wenig mehr zu organisieren, zahlt aber dafür kein Geld für eine Agentur. Meiner Meinung nach bleibt die Arbeit, die man so oder so selbst erledigen muss, letzten Endes eh an Dir selbst hängen.
    • Visum: Es gibt super Websites, die einem bei der Beantragung des Visums helfen (https://workingholidaykanada.de/working-holiday-visum-kanada/), und das sogar Schritt für Schritt mit Videoanleitung! Kann ich ganz klar empfehlen, denn auch bei individuellen Fragen wird einem auf dieser Website so gut wie möglich geholfen.
    • Gastfamilie: Gastfamilien auf https://www.aupairworld.com/de gehen mit der Wahl eines Au-Pairs auf dieser Website ein genauso großes Risiko ein, wie man selbst auch. Bevor man sich für eine Familie entscheidet, kann man viele Emails schreiben, skypen etc. So kann man wirklich sichergehen, dass es auch die richtige Familie ist.
    • Flüge: Flüge muss man zwar selbst buchen, dadurch kann man aber auch beeinflussen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit man fliegen möchte. Auch hier kann man Kosten einsparen, da man sich für günstigere Flüge mit Zwischenstopps entscheiden kann.
    • Versicherung: Eine passende Versicherung kann man auch seinen Bedürfnissen entsprechend aussuchen. Dies natürlich unter der Bedingung, dass sie die Voraussetzungen erfüllt. 

Flexibilität

Agentur
  • Agenturen bieten das Au-Pair Programm meist nur für einen gewissen Zeitraum an. Egal ob 6, 10 oder 12 Monate, die „Programmdauer“ ist klar gesetzt. Bei der Agentur, bei der ich mich erkundigt hatte, gab es für einen Start zwischen Mai und Dezember eine Mindestaufenthaltsdauer von 10 oder 12 Monaten. Verlängerung und Abbruch sind zwar in der Regel möglich, müssen aber mit der Agentur abgesprochen werden.  
Selbst-Organisation
  • Mit deiner Gastfamilie kannst du individuell absprechen, wie lange du bei ihnen bleiben möchtest. Auch gibt es keine „Mindestaufenthaltsdauer“. In den meisten Gastfamilien wird es so gehandhabt, dass in dem Vertrag eine Kündigungsfrist steht, man aber auch (wenn es im Interesse beider Seiten liegt) verlängern kann. 
Fazit:

Wenn man überlegt, ob man für seine Au-Pair Zeit mit oder ohne Agentur gehen soll, ist die Entscheidung abhängig von einigen Faktoren. 

  • Wenn man viel Zeit, Geld und keine Lust auf viel Arbeit hat, dann ist man vielleicht bei einer Agentur besser aufgehoben. Sie vermittelt (z.B. zwischen der Gastfamilie und dem Au-Pair), organisiert (z.B. die Flüge) und berät bei Fragen und Problemen. 
  • Wem ein ständiger Ansprechpartner nicht so wichtig ist, und wer auch lieber ein wenig Geld für die Zeit in Kanada sparen möchte, dem rate ich, die Organisation selbst in die Hand zu nehmen. Bei Fragen hilft immer noch das Internet. Kleiner Tipp: Oftmals stehen schon auf den Seiten der Agenturen viele hilfreiche Tipps (z.B. zu den Voraussetzungen für die Zeit in Kanada).

Letztendlich muss das Visum eigenständig beantragt werden. Auch den Weg nach Düsseldorf/Berlin/Frankfurt für das Medical Exam und die Biometrics kann euch niemand abnehmen. Was die Kosten angeht: Kosten für Visum (inkl. Biometrics), Versicherung, zusätzliche Dokumente etc. zahlt ihr in der Regel selbst. 

Ich hoffe, dass der Beitrag einigen von euch bei der Entscheidung helfen konnte!

Charlotte 

2 Kommentare

Hi Charlotte, auch hier nochmals vielen Dank für die Erwähnung! Richtig gute Übersicht! Danke fürs erstellen. Falls ihr 2 oder du jemals Lust habt eure Erfahrungen in einem Gastartikel zu berichten, lass es mich wissen. lg und viel Spaß noch. Ciao Daniel

Hi Daniel,
Vielen Dank für diesen lieben Kommentar 🙂 Vielen Dank auch für das Angebot! Interesse besteht bei uns auf alle Fälle! Zu welchem Thema genau könntest Du dir denn Gastartikel vorstellen? Wenn unsere Website mal ein wenig weiterentwickelt ist, wäre es natürlich auch richtig cool, wenn du Zeit und Lust hättest bei uns einen Gastartikel zu schreiben 🙂
Liebe Grüße, Charlotte und Alexandra

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