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Warum Du Dir einen Lernplan erstellen solltest (mit Word Vorlage zum herunterladen)

Warum Du Dir einen Lernplan erstellen solltest (mit Word Vorlage zum herunterladen)

Ich muss mir keinen Lernplan erstellen. Das ist doch viel zu viel Aufwand.

Diesen Satz oder so ähnlich habe ich dieses Semester so einige Male von Kommilitonen und Freunden gehört. Leider äußern dieselben Kommilitonen auch Sätze wie „War das klausurrelevant?“, „Das Thema muss ich, glaub ich, noch lernen, bin mir nicht sicher.“

Klar funktioniert für jeden etwas anderes, aber mir ist aufgefallen wie wichtig eine gewisse Sicherheit beim Lernen sein kann. Für mich macht es einen fundamentalen Unterschied, mit welchem Gefühl ich in die Klausur gehe. Wie sicher bin ich mir im Stoff, habe ich auch wirklich alles klausurrelevante abgedeckt oder doch nicht doch was vergessen. Ein Lernplan kann hier wirklich den Unterschied machen. Und es ist nicht mal viel Arbeit, weil es heutzutage mehr als genug Möglichkeiten gibt, online auf PDF oder WORD Vorlagen zurückzugreifen, um einen Lernplan zu erstellen.

Ich gebe zu, dass die Vorlagen leider nicht meinen Bedürfnissen entsprochen haben und mir darum eine eigene erstellt habe. Du kannst sie Dir unten als PDF oder WORD herunterladen.

Die Vorteile

Zuerst einmal die Vorteile, warum es meiner Meinung nach Sinn macht, sich einen Lernplan zu erstellen beziehungsweise eine Vorlage für WORD zu verwenden.

  • Klarheit: Du weißt immer, wo Du stehst und wie viel Du noch machen musst
  • Messbarkeit: Du kannst deinen Fortschritt anhand klarer Kriterien nachverfolgen und bist darum weitaus weniger in Zeitnot
  • Übersichtlichkeit: Du weißt sofort beim Lernen, welche Aufgabe als nächstes ansteht und kannst darum sofort loslegen
  • Sicherheit: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein wichtiges Themengebiet übersiehst oder zu wenig dafür lernst, sinkt rapide
  • Schnelligkeit: Weil Du alle to dos auf einen Blick hast, weißt Du immer sofort, wo Du weiter machen musst und bei welchen Fächern Du noch hinterher hinkst.
  • Korrektur: Mithilfe der online Vorlage, kannst Du Deinen Plan sofort korrigieren und bei Änderungen an Deine jeweilige Situation anpassen.

Faustregel: Dein Lernplan sollte so präzise sein, dass er Dir keine Unklarheiten darüber lässt, für welche Fächer Du was tun musst. Gleichzeitig sollte er flexibel genug sein, dass Du ihn jederzeit anpassen kannst.

Es macht zum Beispiel keinen Sinn, vier Stunden lang für ein Fach zu lernen, wenn Du nach einer halben Stunde bereits alles verinnerlicht hast. Viele Studenten fangen dann an zu prokrastinieren oder langweilen sich mit unnötigen Wiederholungen. Nutze die Zeit lieber sinnvoll, indem Du eine kurze Pause einlegst und dann das nächste Fach lernst.

Allgemeines Vorgehen

Trage zuerst all Deine Fächer in den Plan ein. Achte darauf, dass Du alle Daten beisammenhast: ECTs Punkte, Dauer, Zeitpunkt und Ort der Klausur, benotet oder unbenotet, ob Du Hilfsmaterialien verwenden darfst und Dein Notenziel. Warum ist es sinnvoll ein Notenziel zu haben? Es gibt das Zitat:

Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars.”

Es geht weniger darum Dein Ziel zu erreichen, als darum Deinem Gehirn eine Richtung und vor allem eine Motivation zu geben. Es spielt einen Unterschied, ob Du lernst, um zu bestehen oder um die 1,0 zu schaffen. Du wirst unterbewusst automatisch besser und effektiver lernen. Langfristig wirst Du auch ausdauernder beim Lernen. Dein Notenziel sollte ambitioniert, aber gerade noch realistisch genug sein, dass Du daran glaubst, es erfüllen zu können.

Spezifisches Vorgehen

Kategorisiere jetzt die Fächer. Sortiere sie nach ECTs Punkten und Klausurterminen. Fächer mit vielen ECTs Punkten und frühen Klausurterminen werden beim Lernen natürlich priorisiert. Am besten ist es, wenn Du Die Fächer samt den oben gesammelten Daten nach abnehmender Dringlichkeit in die Lernplan Vorlage einträgst. Notiere danach für jedes Deiner Fächer die to dos.

Die Lerntage festlegen und den Fortschritt messen

Schau jetzt wie viel Abstand Du bis zu deinen Klausuren hast und teile jetzt die sortierten Fächer auf die Tage auf. Ich würde Dir empfehlen pro Tag zwei Fächer zu lernen, eines mit vielen ECTs Punkten und eines mit weniger.

Auch versuche ich es nach Möglichkeit zu vermeiden, zwei Auswendiglern-Fächer oder zwei sehr ähnliche Fächer am selben Tag zu lernen. Was den Lernrhythmus angeht, so lerne ich immer in vier Slots à 90 Minuten. So komme ich auf eine netto Lernzeit von 6 Stunden, was manche als sehr viel andere als sehr wenig einstufen. Während eines Slots mache ich NICHTS außer zu lernen. Mein Handy liegt im Flugmodus unter dem Bett oder im Nebenraum und ich stelle mir einen Timer für die Lernzeit. Nach einem Lernslot lege ich eine Pause ein, deren Dauer ich vorher festlege.

Versuche Pausen organisch zu gestalten. Eine gute Pause erholt Deinen Geist, involviert im besten Fall Bewegung und hat einen Anfang und ein Ende. Du solltest sie nicht aktiv unterbrechen müssen.

Beispiele für effektive Pausen: Tee kochen, Sport machen, eine Runde um den Block laufen …

Beispiele für ineffektive Pausen: am Handy sitzen, auf Social Media herumhängen, Serien schauen …

Nimm Dir unbedingt am Ende des Tages Zeit, Deinen Lernfortschritt zu dokumentieren. Ich kann Dir da sehr die Lernerfolgskarten von „Motiviert studiert“ empfehlen. Du kannst Dir die Karte hier kostenlos herunterladen: https://motiviert-studiert.de/wp-content/uploads/2019/02/Lernerfolg-%C3%BCberpr%C3%BCfen.pdf

Du kannst Deinen Lernfortschritt auch einfach in ein kleines Notizbuch eintragen. Auf diese Weise hast Du gerade an Tagen, an denen es nicht so gut läuft, immer Motivation und zusätzliche Kraft, weil Du einen Überblick darüber hast, was Du schon geschafft hast. Gleichzeitig weißt Du auch, wo es bei Dir noch hapert. Betrachte Deinen Plan wie eine Klammer, Du schaust vor dem Lernen als erstes in die to dos rein und hakst am Ende Deiner Lernsessions ab, was Du geschafft hast.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Dich davon überzeugen, dass es durchaus Sinn macht, sein Lernen vorher zu strukturieren und nicht einfach so drauf los zu lernen, wie man es von vielen Studenten mitkriegt. Du wirst merken, dass Du nicht nur strukturierter und effektiver wirst, sondern langfristig gesehen auch schneller sein wirst. Im Gegensatz zu früher musst Du Dir jetzt keine Gedanken mehr darüber machen, ob Du für Fach X schon genug gemacht hast oder für welches Fach Du als nächstes lernen sollst. Du kannst Dir Deinen Lernplan online erstellen mit dieser Vorlage.

Falls Du noch weiteren Input brauchst wie du besser für Klausuren lernen kannst, check unbedingt meinen letzten Blogartikel aus, wo ich Dir hilfreiche Youtuber & Podcaster zu dem Thema vorstelle.

Hier findest Du die Vorlage als Word Datei:

Lernplan_Vorlage_Word

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